Was macht eine Logopädin?
Logopädie hilft bei Schwierigkeiten mit Sprache, Sprechen, Stimme, Redefluss und Schlucken.
Was ist Logopädie?
Logopädinnen und Logopäden klären ab, wie ein Kind Sprache versteht und spricht, und begleiten es in der Therapie. Themen sind zum Beispiel Wortschatz und Satzbau, Aussprache, Stottern, Stimme, Lesen und Schreiben oder Schluckprobleme. Eltern erhalten Hinweise, wie sie ihr Kind im Alltag unterstützen können.
Wann kann es helfen?
Zum Beispiel, wenn:
- Ihr Kind spricht deutlich weniger oder später als Gleichaltrige.
- Ihr Kind ist schwer verständlich oder stottert über längere Zeit.
- Es gibt Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen.
- Ihr Kind hat Mühe beim Kauen oder Schlucken.
Diese Beispiele sind keine Diagnose. Ob eine Abklärung sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.
Für welches Alter?
Vom Kleinkind- bis ins Jugendalter. Mehrsprachigkeit allein ist kein Grund für eine Therapie.
Wie kommen wir dazu, und wer bezahlt?
Bei Kindern im Kindergarten- und Schulalter ist meist der Kanton zuständig: Die Abklärung läuft oft über die Schule, den schulpsychologischen Dienst oder eine kantonale Fachstelle und ist für Eltern in der Regel kostenlos. Die Grundversicherung bezahlt Logopädie nur auf ärztliche Anordnung und nur bei bestimmten körperlichen oder neurologischen Ursachen (zum Beispiel nach einer Hirnverletzung oder bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte). Bei Fragen hilft Ihnen die Kinderärztin oder die Schule weiter.
Die Regeln zu Kosten sind vereinfacht dargestellt und können sich ändern. Fragen Sie im Einzelfall bei Ihrer Krankenkasse oder der Fachperson nach.
Logopädie: Fachpersonen im Verzeichnis
Quellen
- Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverband DLV: www.logopaedie.ch
- KLV Art. 10 und 11 (Logopädie): www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1995/4964_4964_4964/de
- Interkantonale Vereinbarung Sonderpädagogik, EDK: www.edk.ch
Stand: Oktober 2026