Was macht eine Ergotherapeutin?
Ergotherapie unterstützt Kinder dabei, Alltag, Spiel und Schule möglichst selbstständig zu bewältigen.
Was ist Ergotherapie?
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten arbeiten mit Kindern an Fähigkeiten, die sie im Alltag brauchen: zum Beispiel Stifthaltung und Schreiben, Schneiden, Anziehen, Essen oder das Verarbeiten von Sinnesreizen. Die Therapie findet oft spielerisch statt. Eltern und manchmal auch die Schule werden einbezogen.
Wann kann es helfen?
Zum Beispiel, wenn:
- Ihr Kind hat auffällig Mühe mit Feinmotorik, Malen oder Schreiben.
- Alltägliche Handlungen wie Anziehen oder Essen bereiten deutlich mehr Schwierigkeiten als bei Gleichaltrigen.
- Ihr Kind reagiert sehr stark oder sehr wenig auf Berührung, Geräusche oder Bewegung.
- Nach einer Krankheit, Verletzung oder bei einer Behinderung soll die Selbstständigkeit gefördert werden.
Diese Beispiele sind keine Diagnose. Ob eine Abklärung sinnvoll ist, besprechen Sie am besten mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.
Für welches Alter?
Vom Kleinkindalter bis ins Jugendalter, häufig im Kindergarten- und Primarschulalter.
Wie kommen wir dazu, und wer bezahlt?
Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt. Die Grundversicherung übernimmt Ergotherapie, wenn sie ärztlich verordnet ist (in der Regel bis zu 9 Sitzungen pro Verordnung, danach ist eine neue Verordnung nötig). Bei anerkannten Geburtsgebrechen kann die IV zuständig sein. Franchise und Selbstbehalt gelten wie üblich.
Die Regeln zu Kosten sind vereinfacht dargestellt und können sich ändern. Fragen Sie im Einzelfall bei Ihrer Krankenkasse oder der Fachperson nach.
Ergotherapie: Fachpersonen im Verzeichnis
Quellen
- ErgotherapeutInnen-Verband Schweiz EVS: Ergotherapie Pädiatrie: www.ergotherapie.ch
- KLV Art. 6 (Ergotherapie): www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1995/4964_4964_4964/de
- IV: Medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen, ahv-iv.ch: www.ahv-iv.ch
Stand: Oktober 2026